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Eisbären agieren lange Zeit auf Augenhöhe

Lou Campbell & Co kassieren knappe 80:88-Niederlage im Nordderby gegen Meister Oldenburg

Die Eisbären Bremerhaven haben das Nordderby der Beko Basketball Bundesliga gegen den Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg mit 80:88 (44:44) verloren. Individuelle Fehler im Schlussabschnitt und ein in der entscheidenden Phase äußerst abgebrüht zu Werke gehender Gegner machten einen möglichen Sieg der lange Zeit auf Augenhöhe agierenden Eisbären zunichte. Erfolgreichste Werfer der Gastgeber waren Rodney Buford (22 Punkte), Lou Campbell (19), Torrell Martin (13) und Jeff Gibbs (11).

Mit zwei Dreiern in Folge gab Baskets-Überflieger Rickey Paulding gleich zu Beginn der Partie eine Duftmarke der Baskets ab. Die Gäste punkteten in den ersten 4 Minuten ausschließlich aus der Distanz, lagen 9:7 vorn. Trotz der knappen Oldenburger Führung waren die Eisbären von Anfang an drin im Spiel. Mehr noch. Die Gastgeber lagen dank einer Energieleistung von Torrell Martin und Rodney Buford sogar in Front. Es ging hin und her im Eisbärenkäfig. Die Führung wechselte nach fast jedem Ballwechsel. Dank des bärenstarken Je’Kel Foster (11 Punkte im ersten Viertel) lagen die Baskets nach 10 Minuten knapp mit 21:17 vorn.

Ein unglaublicher Steal von Torrell Martin zu Beginn des zweiten Viertels - gefolgt von zwei Eisbären-Punkten zum 21:23 durch Jeff Gibbs - brachte die Bremerhavener Stadthalle erstmals zum Kochen. Meister Oldenburg wirkte aber weiterhin eine Spur abgeklärter und nutzte die Chancen unter dem Bremerhavener eiskalt aus. Bis Mitte des zweiten Viertels hatten sich die Baskets einen 7-Punkte-Vorsprung erspielt (27:34). Die Gastgeber mussten sich ihre Würfe hart erarbeiten, kamen in dieser Phase fast ausschließlich durch Einzelaktionen zu Korberfolgen. Doch die Eisbären bissen auf die Zähne und kämpften sich mit viel Herz zurück. Und wie: Per Fastbreak schafften Brandon Brooks und Torrell Martin in einer Co-Produktion unmittelbar vor der Halbzeit den umjubelten 44:44-Ausgleich.

Auch in der zweiten Hälfte war mächtig Pfeffer drin im Nordderby. Oldenburg ging zwar mit viel Glück erneut in Führung. Das Spiel blieb jedoch weiter hart umkämpft. Mit einem Korbleger zum 54:54 besorgte Rodney Buford den erneuten Ausgleich für die Eisbären. Lou Campbell legte wenig später mit einem Dreier zum 57:57 nach. Es wurde zeitweise sehr hektisch auf dem Parkett - und daran hatten nicht nur die Spieler ihren Anteil. Das bessere Ende des dritten Viertels hatten dann die Eisbären für sich. Jeff Gibbs per Dreipunktspiel und Lou Campbell von der Freiwurflinie brachten die Gastgeber mit 62:59 in Führung.

Eine Momentaufnahme, denn nach zwei Dreiern von Je’kel Foster und Rickey Paulding zu Beginn des Schlussabschnitts lagen wieder die Baskets vorn. Die Gäste hatten mit Alleskönner Foster eine echte Trumpfkarte in ihren Reihen. Wann immer es nötig war, brachte Foster sein Team entweder in Führung oder besorgte den Ausgleich. Und die Baskets hatten noch einen Vorteil: die vielen Offensivrebounds. Die zweiten Chancen münzte der Meister routiniert in Punkte um. So kam es wie es kommen musste. Zwei Schnellangriffe nach Fehlern der Eisbären und ein gekonntes Passspiel verschafften den Baskets bis zur 36. Minute eine 9-Punkte-Führung. Mit drei Dreiern in Folge sorgte Rodney Buford zwar noch einmal für Spannung. Letztlich blieben die Gäste dank der Abgebrühtheit von Forward Jasmin Perkovic aber bis zum Ende vorn.

Punkteverteilung Eisbären: Lipke 4, Martin 13, Campbell 19, Buford 22, Gibbs 11, Lyde 2, Lucas 9

Beste Werfer Oldenburg: Perkovic 26, Foster 23, Paulding 13, Carter, Boumtje Boumtje je 10

Nordderby Thema im NDR-Sportclub

Radio Bremen TV war beim Basketball-Nordderby gleich mit zwei Kamerateams vor Ort. Einen aktuellen Spielbericht gibt es heute Abend ab 21.45 Uhr in der Sendung „Sportclub“ im NDR-Fernsehen zu sehen. Am Montag ab 19.15 Uhr widmet sich dann der „Sportblitz“ von Radio Bremen dem spannenden Duell zwischen den Eisbären und den Baskets.

25.10.09
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