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Eisbären drehen nach der Pause mächtig auf

Sensationelles Schlussviertel beim 91:65-Sieg gegen Paderborn – Kevin Lyde am Sprunggelenk verletzt

Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit haben die Eisbären Bremerhaven in der Beko Basketball Bundesliga ihren sechsten Sieg in Folge eingefahren. Trotz eines 37:39-Rückstandes zur Halbzeit gewannen die Seestädter vor 3220 Zuschauern souverän mit 91:65. Erfolgreichste Werfer der Eisbären, die den Tabellenletzten Paderborn im Schlussviertel nach Strich und Faden auseinander nahmen, waren Bryan Lucas (18 Punkte), Philipp Schwethelm, Lou Campbell und Brandon Brooks (je 14) sowie Jeff Gibbs (13).

Das Spiel begann aus Sicht der Gastgeber mit einem Schock, denn schon nach zwei Minuten knickte Center Kevin Lyde unglücklich um und musste mit einer Sprunggelenksverletzung vom Feld. Für Lyde, der noch heute Abend im Krankenhaus untersucht werden soll, rückte Bryan Lucas nach. Um den ohnehin schon dünn besetzten Frontcourt der Hausherren war es nach Lydes Verletzung aber nicht gut bestellt. Tabellenschlusslicht Paderborn nutzte die Gunst der Stunde und spielte frech drauf los. Mitte des Auftaktviertels lagen die Gäste zu Recht 18:15 vorn. Für Eisbären-Coach Doug Spradley das Zeichen, seine Schützlinge während einer Auszeit wachzurütteln. Das gelang zunächst auch, zur Führung nach den ersten zehn Minuten reichte es allerdings nicht (20:23).

Auch nach der Viertelpause gaben die Baskets überraschend den Ton an. Die Eisbären leisteten sich viele Ballverluste, wirkten in ihren Offensivaktionen nicht zwingend. Paderborn nutzte die Probleme der Hausherren zu einer 29:20-Führung. Dann endlich wachten die Gastgeber auf. Ein 9:0-Lauf, abgeschlossen von Jeff Gibbs, machte die Partie wieder spannend. In den Griff bekamen die Eisbären den Tabellenletzten trotz ihres Laufs aber noch immer nicht. Im Gegenteil. Paderborn agierte - angetrieben von Malik Moore - weiter unbekümmert. Einzig zwei Dreiern von Torrell Martin war es zu verdanken, dass es zur Halbzeit „nur“ 37:39 stand.

Als Martin kurz nach der Halbzeit sein 4. Foul kassierte, war wohl jedem in der Halle klar, dass dieses Spiel nur über den Kampf entschieden wird. Die Eisbären mussten auf die Zähne beißen und das taten sie. Paderborn hatte Blut geleckt, wollte mit aller Macht einen Überraschungscoup landen. Erst ein Dreier von Philipp Schwethelm zum 51:49 nahm den Gästen in der 28. Minute zur Freude der Zuschauer den Wind aus den Segeln. Dank Schwethelm und Bryan Lucas, der zu diesem Zeitpunkt bereits 18 Punkte auf seinem Konto hatte, hieß es nach 30 Minuten 58:53 für die Eisbären.

Plötzlich lief es auf Bremerhavener Seite wie am Schnürchen. Ein 6:0-Lauf zum 64:53 eröffnete den Schlussabschnitt. Die Eisbären - allen voran Lou Campbell, der sensationelle 13 Assists gab - waren jetzt nicht mehr zu stoppen. Sie holten innerhalb von vier Minuten alles nach, was in der ersten Hälfte gefehlt hatte. Mit einem furiosen 22:4-Lauf zum 80:57 erzwangen Campbell & Co in eindrucksvoller Manier die Vorentscheidung. Der Rest war nur noch Formsache.

Punkteverteilung Eisbären: Schwethelm 14, Martin 9, Brooks 14, Grube 2, Moore 7, Campbell 14, Gibbs 13, Lucas 18

Beste Werfer Paderborn: Moore, Barrett je 16

17.01.10
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