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Revanche geglückt!
94:82-Erfolg gegen SOBA Rhöndorf

Auch im Nachholspiel des 23. Spieltages der 2. Basketball-Bundesliga Nord hat sich Spitzenreiter Eisbären Bremerhaven keine Blöße gegeben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kamen die Seestädter am Gründonnerstag vor 2000 Zuschauern in der Bremerhavener Stadthalle zu einem letztlich ungefährdeten 94:82-Erfolg gegen den Tabellendritten SOBA Dragons Rhöndorf.

Mit dem Sieg gegen die Rheinländer revanchierten sich die Eisbären gleichzeitig für ihre bislang einzige Niederlage der laufenden Saison, denn im Hinspiel in Rhöndorf unterlag man mit 87:94. Auch zu Beginn des Rückspiels deutete einiges auf einen Erfolg der Dragons hin. Dank einer äußerst aggressiven Verteidigung und sicherem Abschluss bei den Würfen gelang den Gästen ein Start nach Maß. Vor allem Eisbären-Kapitän Alon Stein kam mit der hautengen Bewachung durch Rhöndorfs Routinier Goran Kovacev und Supertalent Dominik Bahiense de Mello zunächst überhaupt nicht zurecht und leistete sich einen haarsträubenden Ballverlust nach dem anderen. So stand es nach zwei Minuten 0:7 für die Gäste. Unter den Zuschauern, die fast drei Minuten auf den ersten Korberfolg der Gastgeber warten mussten, machte sich bereits erste Ungeduld breit, als „Scharfschütze“ Virgis Sirvydis, der den verletzten Will Fontleroy ersetzte, per Dreier zum erlösenden 3:7 traf. Es dauerte allerdings noch weitere vier Spielminuten, ehe die Eisbären ihre Anfangsnervosität endgültig abgelegt hatten und durch Punkte von Kämpfer Robert Tomaszek erstmals die Führung übernahmen (15:14). In dieser Phase war es Dauerbrenner Dainius Miliunas, der sich immer wieder erfolgreich zum Korb durchtankte und allein 10 seiner insgesamt 16 Punkte im ersten Spielabschnitt markierte. Mit einer knappen 21:20-Führung ging es in die erste Viertelpause. Ein krachender Dunking, zwei erfolgreiche Freiwürfe und ein Korbleger von Tarick Johnson zum zwischenzeitlichen 31:25 weckten bei den Eisbären-Fans schon die Hoffnung auf einen sicheren Vorsprung, doch die Dragons konterten in Person von Gordon Scott und Dennis Bachmann mit einem 7:0-Run zum 31:32. Die Partie stand nun auf des Messers Schneide, die Führung wechselte hin und her. Kapitän Alon Stein, der im 2. Viertel endlich zu seiner gewohnten Sicherheit zurück fand, sorgte mit einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf schließlich für die knappe 44:41-Führung zur Halbzeit. Die Vorentscheidung der Partie, die dem Begriff „Spitzenspiel“ nur bedingt gerecht wurde, fiel Mitte des 3. Viertels. Ein Dreipunktspiel von Robert Tomaszek, der Dragons-Topscorer Chris Rojik trotz früher Foulbelastung kaum zur Entfaltung kommen ließ, und zwei eiskalte Dreier von Alon Stein ließen den Vorsprung bis zur 26. Minute auf 57:43 anwachsen. Doch auch die Rhöndorfer hatten ihr Pulver noch nicht verschossen und verkürzten durch zwei Dreier von Rojik und de Mello wieder auf 60:51. Bezeichnend in dieser Phase war eine Aktion von Tarick Johnson, der nach zwei erfolgreichen Dreiern in Folge beim Stand von 63:51 übermütig eine „Behind the Back“-Pass spielte, was der flinke Dominik Bahiense de Mello prompt mit einem Steal und drei Punkten für die Gäste bestrafte. Vor Beginn des Schlussabschnitts hieß es 72:62. Während die Eisbären nun ihre mannschaftliche Geschlossenheit ausspielten (insgesamt 6 Spieler punkteten zweistellig), war es auf Seiten der Rhöndorfer einzig Youngster Dominik Bahiense de Mello, der die Gäste im letzten Viertel im Spiel hielt. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass der Vorsprung bis zur 38. Minute auf 90:70 angewachsen war. Der Drops war längst gelutscht, die Eisbären schalteten im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang zurück und ermöglichten den Rhöndorfern so einige leichte Punkte. Das wiederum war ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Eisbären-Coach Dr. Sarunas Sakalauskas: „Am Ende haben wir geschlafen. Meine Mannschaft muss offensichtlich noch lernen, dass ein Spiel 40 und nicht 38 Minuten dauert“. Insgesamt jedoch war der Litauer mit seinem Team zufrieden, erinmnerte aber daran, dass die entscheidenden Meisterschaftsspiele erst noch bevorstehen. Gäste-Trainer Berthold Bisselik zeigte sich enttäuscht: „Wir haben heute nicht die Leistung abgerufen, die wir normalerweise bringen können. Dennoch muss man sagen, dass Bremerhaven verdient gewonnen hat, weil gleich sechs Spieler zweistellig gepunktet haben und die Eisbären in den entscheidenden Phasen des Spiels einfach besser waren.“ Punkteverteilung Eisbären: Dawidowski (6), Johnson (19), Tomaszek (12/7 Reb.), Sirvydis (10), Pleuger (4), Stein (16), Freeman (11), Miliunas (16) Beste Werfer Rhöndorf: Bahiense de Mello (29), Rojik (12) , Scott (9)
25.03.05
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